Montag, 1. Dezember 2014

ich. Ich. ICH!

Guten Abend, liebe Leute!

Da dies mein erster Blogeintrag ist, werde ich etwas über mich erzählen.

Also, ich bin die Luisa, wohne in Bayern - genauer gesagt in Hof (ganz oben!) -, bin 17 Jahre jung und gehe in die 10. Klasse der Wirtsschaftschule in Hof.
Ich wohne noch bei meinen Eltern, habe eine Zwillingsschwester und einen 22 Jahre alten Bruder und ich habe zwei Katzen - Maggie und Moe.

Und nun ein kleiner Lebenslauf, um mich besser kennenzulernen:
Ich bin an einem Dienstag, dem 14. Januar 1997, um 03:15 Uhr geboren. Zehn Minuten später kam meine Schwester zur Welt. Doch wir sahen nicht gleich aus, auch vom Charakter her sind wir vollkommen verschieden.

Meine Mutter erzählt immer wieder gerne, dass alle Krankenschwestern mich immer füttern wollten, weil ich so schön ruhig und putzig und *füge quietschendes Geräusch hinzu* bin. Meine Schwester war - ist - das Gegenteil. Laut. In den folgenden Jahren war es immer so.

In den ersten fünf Jahren meines Lebens lebte ich mitten in der Stadt. Ich hab so gut wie gar keine Erinnerungen an diese Zeit. Das einzige an was ich mich noch genaustens erinnern kann, war der 9. September 2011. Meine Eltern saßen im Wohnzimmer und sahen sehr ernst den Fernseher an. Ich, mit meinen 4 Jahren, verstand nicht, wieso die zwei Hochhäuser rauchten. Meine Mutter erzählte mir, dass ich nach diesem Ereignis des öfteren zwei Hochhäuser mit einem Flugzeug zeichnete.

2002 sind wir in ein Dorf gezogen. Dort verbrachte ich weitere 9 Jahre. Doch ich fühlte mich einfach anders, als die anderen Kinder.
Ich habe mit 8 Jahren angefangen Bücher zu lesen, in Mathe hatte ich immer Bestnoten. Viele fanden das komisch, und ich hatte dadurch nicht gerade viele Freunde. in der 1. und 2. Klasse hatte ich niemanden, mit dem ich reden konnte. Ich hatte nur meine Schwester. Doch in der 3. Klasse hatte ich endlich zwei Mädchen gefunden, mit denen ich mich richtig gut verstand. Wir hatten unsere eigene Geheimsprache, haben uns immer verschlüsselte Briefchen während des Unterrichts geschrieben und jeden Mittwochnachmittag, wenn wir mit Schwimmunterricht hatten und wir mit dem Bus zum Schwimmbad fahren musste, haben wir uns während der Fahrt Geistergeschichten erzählt. Sehr spannend waren auch die örtlichen Geistergeschichten über "Die Weiße Frau". Allgemein war ich sehr interessiert am Okkultismus, Naturmagie und so ein Gedöns.

Als ich in die 5. Klasse kam, bin ich mit meiner Schwester auf ein Gymnasium. Dadurch habe ich den Kontakt zu meinen Grundschul-Freunden verloren. Die ersten zwei Jahre, 5. und 6. Klasse, waren in Ordnung. Ich hatte gute Noten und ich verstand mich halbwegs mit der Klasse. Doch in der 7. Klasse wurde dann plötzlich meine Schwester gemobbt. Anscheinend weil sie anders aussah, als die anderen. Sie war in ihrer Punk-Phase, hörte den lieben langen Tag die Ärzte (aus Berlin!) und hatte platinblonde, gestufte Haare (später lila).

Und als sich meine Interessen manifestierten, fingen sie auch an mich zu mobben. Mitten in der Pupertät, in meiner Emo/Goth Phase. Yay. Nur weil man anders aussieht und verschiedene Interessen hat, wird man gleich gemobbt.
In der 8. Klasse war ich dann nicht mehr mit meiner Schwester in der Klasse, da sie einen anderen Zweig gewählt hatte. Und sie wurde nicht mehr gemobbt. Ich schon.

Ich war immer noch mit den Idioten in der Klasse. Deswegen kam die Migräne und die Depressionen. Deswegen habe ich dreimal die 8. gemacht. Deswegen habe ich schlussendlich die Schule gewechselt. Und bin auf eine Waldorf-Schule gegangen. Das war letztes Jahr. Am Anfang war es noch schön und gechillt und ich war richtig gut in der Schule, doch ich wurde wieder gemobbt, weil ich sehr oft krank war. Doch am Ende des Schuljahres hatte ich den Quali geschafft mit einem Schnitt von 1,7. Ich bin richtig stolz darauf, weil ich die Beste von den Externen war. Aber ich merke trotzdem, ich bin anders als die Anderen.

Jetzt bin ich auf der Wirtssschaftschule. Die beste Entscheidung, die ich je gemacht habe. Ich fühle mich richtig wohl. Manche Leute sagen zwar immer noch, dass ich komisch bin, selbst meine Freundin sagt das, doch das ist mir egal.

Ich bin, wie ich bin.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen